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Zähneputzen will gelernt sein

Aktionstage des Arbeitskreises Zahngesundheit in der Walburgis-Grundschule in Werl

Putzbrunnen
Wie putze ich mir richtig die Zähne? Heike Prünte vom Zahnärztlichen Dienst des Kreises erklärt es Schülerinnen und Schülern aus der Klasse 3a der Walburgis-Grundschule in Werl an einem Putzbrunnen. Foto: Kreis Soest/Mathias Keller
Pressemeldung vom 09.10.2017

Kreis Soest (kso.2017.10.09.437.jdw/tw/mk). Sind meine Zähne blitzeblank geputzt? Um diese Frage drehen sich die alljährlichen Aktionstage des Arbeitskreises Zahngesundheit. Rund 300 Schüler der Werler Walburgis-Grundschule haben zusammen mit 100 Kindergartenkindern aus der gleichen Stadt vom Montag, 9. Oktober bis Freitag, 13. Oktober 2017, die Möglichkeit zu erfahren, was Karius und Baktus in ihrem Mund so alles anstellen können und wie sie das verhindern.


Die Kindergarten- und Schulkinder sollen in der Turnhalle der Schule auf spielerische Weise lernen, wie richtiges Zähneputzen geht. Dazu hat sich das Team des Arbeitskreises Zahngesundheit mit Martina König, Annette Mend und Carolin Manotas Garcia einiges einfallen lassen. Dabei werden sie von weiteren Mitarbeiterinnen des Zahnärztlichen Dienstes des Kreises unterstützt. Am Zuckertisch sehen die Kinder, dass Zucker gerne verstecken spielt und in vielen Lebensmitteln vorkommt. So sind beispielsweise in einer Packung Gummibären 60 Stücke, in der Orangenlimonade 18 Stücke und in einem Glas Schokocreme 67 Stücke Zucker. "Zucker dürft ihr schon mal essen, aber ihr müsst euch danach die Zähne putzen", erklärt die Zahnmedizinische Fachangestellte Heike Prünte.

Mit einem Kariestunnel der Zahnärztekammer Westfalen-Lippe, der strahlende Gebisse in völliger Dunkelheit im schwarzen UV-Licht umherschweben lässt, haben die Kinder Gelegenheit, sich mit ihren Zähnen und Zahnbelegen spielerisch auseinanderzusetzen. Gespannt, was sich in dem Kariestunnel befindet, lassen sie sich geduldig ihre Zähne mit einer fluoreszierenden Flüssigkeit von Anette Mend vom Zahnärztlichen Dienst des Kreises bestreichen. Danach dürfen die Kinder hinter den schwarzen Vorhang treten. Der Tunnel ist mit Schwarzlicht beleuchtet und weckt sichtlich das Interesse der kleinen Besucher. "Jetzt schaut euch eure Zähne mal im Spiegel an", fordert Mend die Kinder auf. "Seht ihr? An den neongelben Stellen müsst ihr nochmal gut putzen." Zähne werden gefletscht, Zungen rausgesteckt und Grimassen geschnitten. Verständlich, leuchtet doch der Mund im Dunkeln sonst nicht so schön.

Kaum aus dem Tunnel raus, geht es schon zur nächsten Station: den Putzbrunnen. Hier gibt es eine kurze Anleitung mit Vorführung, wie Zähneputzen richtig funktioniert. Los geht es mit den Kauflächen, vom linken äußeren Backenzahn zum rechten äußeren Backenzahn und dann dasselbe nochmal mit der oberen Zahnreihe. Danach ist die Außenseite der Zähne dran. Für diesen Bereich hat die Prophylaxe-Fachkraft Heike Prünte einen passenden Spruch parat: "Von rot nach weiß, immer im Kreis", denn die kreisenden Bewegungen mit der Bürste sollen für Sauberkeit sorgen. Die Innenseiten der Zähne dürfen natürlich beim Putzen auch nicht vergessen werden.

Nach der Putzaktion dürfen die Kinder erneut durch den Kariestunnel gehen, um zu sehen, ob sie sich richtig die Zähne geputzt haben und die fluoreszierende Flüssigkeit komplett aus ihrem Mund verschwunden ist. Bei manch einem muss nachgeputzt werden, der Großteil kann aber stolz auf seine sauberen Zähne blicken. "Die Zähne der Kinder sind viel besser geworden", berichtet Martina König, die sich um das Konzept Gesund im Mund in den Grund- und Förderschulen kümmert, mit dem im Schuljahr 2016/2017 bislang 7879 Schüler betreut werden konnten. "Wenn ich in den Grundschulen oder Kindergärten bin, sehe ich viel weniger Kinder mit Karies als früher." Für Zahnärztin Beata Maria Kusch vom Kreisgesundheitsamt ein Zeichen dafür, dass die zahlreichen Maßnahmen des Zahnärztlichen Dienstes des Kreises Früchte tragen: "Allein im Schuljahr 2016/17 haben wir 5162 Kindergartenkinder, 5166 Grundschülerinnen und -schüler untersucht." Damit die Kindergarten- und Schulkinder auch zu Hause weiter fleißig drei Mal am Tag die Zahnbürste schwingen, gab es eine Bürste für jeden und ein kleines Geschenk zum Schluss.

Fluoreszierenden Flüssigkeit
Vor dem Zähneputzen ließen sich die Kinder geduldig ihre Zähne mit einer fluoreszierenden Flüssigkeit bestreichen. So konnten die Kleinen danach im Schwarzlichttunnel kontrollieren, wo sie in Zukunft besser putzen müssen. Foto: Kreis Soest/Mathias Keller
Zuckertisch
Wie viele Stück Zucker sind in Lebensmitteln wie zum Beispiel einer Flasche Limonade? Martina König, Prophylaxefachkraft des Arbeitskreises Zahngesundheit, klärt am "Zuckertisch" auf. Foto: Kreis Soest/Mathias Keller
Zuletzt aktualisiert am: 09.10.2017