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„Regelmäßig Blutdruck kontrollieren“

Gesundheitsamt schließt sich Appell des Welt-Hypertonie-Tages an

Lebensrettende Vorbeugung
Die Blutdruckkontrolle kann lebensrettend sein. Foto: Thomas Weinstock/ Kreis Soest
Pressemeldung vom 15.05.2018 10:00

Kreis Soest (kso.2018.05.15.214.hjs/-rn). Der Welt-Hypertonie-Tag am 17. Mai 2018 steht unter dem Motto "Blutdruck messen, aber richtig!" und möchte vermitteln, wie lebensrettend die Blutdruckkontrolle ist und wie die Blutdruckmessung korrekt durchgeführt wird. "Regelmäßige Blutdruckselbstmessung ist ein wichtiger Teil zur Vorsorge und Behandlung des Bluthochdrucks", schließt sich Hansjörg Schulze M.A.E., Amtsarzt im Soester Gesundheitsamt, dem Appell der Deutschen Hochdruckliga zum Welttag an.


Bluthochdruck (arterielle Hypertonie) ist die Todesursache Nummer eins in Deutschland. Etwa 20 bis 30 Millionen Menschen in Deutschland sind betroffen. Das ist fast jeder Dritte. Jeder fünfte weiß aber nichts von seiner Erkrankung. „Bluthochdruck ist gut behandelbar, kann unbehandelt aber zu schweren Folgeerkrankungen führen“, warnt Hansjörg Schulze. „Unter erhöhtem Blutdruck verändern sich das Herz und die Blutgefäße. Der Herzmuskel verdickt sich, die Gefäße werden weniger elastisch und anfälliger für Verschleiß. Diese Herz- und Gefäßveränderungen gehen vielen schweren Erkrankungen voraus. Zum Beispiel Herzinfarkt, Herzschwäche oder Schlaganfall.“

Die Früherkennung und rechtzeitige Behandlung sei daher sehr wichtig. Schon eine leichte Blutdrucksenkung um 5 mmHg könne Folgeschäden vorbeugen. „Das Schlaganfall-Risiko sinkt um bis zu 14 Prozent, das Herzinfarkt-Risiko um bis zu 9 Prozent“, bringt Hansjörg Schulze wissenschaftliche Erkenntnisse auf den Punkt. Um den Gefahren durch Bluthochdruck vorzubeugen, sollten Betroffene erhöhten Blutdruck ernst nehmen. Eine gesunde Ernährung, die Vermeidung von Übergewicht, ausreichende körperliche Aktivitäten und der Verzicht auf Tabak bildeten die Eckpfeiler einer persönlichen Vorsorge. „Wenn der Blutdruck nicht mit Lebensstilmaßnahmen in den Griff zu bekommen ist, bedarf es auch blutdrucksenkender Medikamente“, so der Rat des Mediziners aus dem Kreis-Gesundheitsamt.


Zuletzt aktualisiert am: 15.05.2018