Menü einblenden

„Ressourcen mobilisieren und stärken“

Fachtag stellt Einsatz der Methode „Marte Meo“ im Betreuungs- und Pflegebereich vor

Einladung
Dr. Andrea Gernun (l.) und Kornelia Witt vom Gesundheitsamt des Kreises Soest werben für die Umsetzung der ressourcenorientierte Interaktionsmethode Marte Meo im Betreuungs- und Pflegebereich und laden zu einem Fachtag ein. Foto: Thomas Weinstock/ Kreis Soest
Pressemeldung vom 16.05.2018 10:00

Kreis Soest (kso.2018.05.16.216.kw/-rn). Für Menschen mit eingeschränkten seelischen, körperlichen oder psychischen Funktionen ist es wichtig, sich im gerade stattfindenden Moment zurechtzufinden und angenommen zu fühlen. Genau an diesem Punkt setzt die in den 1970er Jahren von der Niederländerin Maria Aarts entwickelte ressourcenorientierte Interaktionsmethode "Marte Meo" an. Maria Aarts selbst stellt ihr Konzept und dessen Möglichkeiten im Betreuungs- und Pflegebereich bei einem Fachtag des Kreis-Gesundheitsamtes vor.


Marte Meo – das Kunstwort steht für „aus eigener Kraft“ – soll dem orientierungsbedürftigen Menschen Sicherheit und Wertschätzung vermitteln. Es handelt sich um ein Instrument, das die Kommunikation mit kognitiv beeinträchtigten Menschen fördern und bestehende Methoden unter anderem in der Pflege ergänzen soll. „Manchmal ermöglicht uns eine kleine, aber wichtige Handlung, eine positive, entwicklungsfördernde Beziehung zu einem Menschen mit Behinderung zu bekommen“, beschreibt Dr. Andrea Gernun, Chefin des Gesundheitsamtes, die Vorzüge. „Ein Lächeln, ein Blick oder eine Berührung werden zu Signalen der Wahrnehmung und der Wertschätzung.“

Maria Aarts stellt beim Fachtag mit kurzen Videosequenzen die Umsetzung von Marte Meo in verschiedenen Alltagssituationen vor. Viele positive Interaktionsmomente, die ultrakurz sind und so im Alltag nicht gesehen werden, können im Film beobachtet und in eine ressourcenorientierte Beziehungsarbeit integriert werden. „Weil Bilder besser im Gedächtnis bleiben und das Gelungene bei der Interaktion schneller wieder abgerufen werden kann, ist Marte Meo eine nachhaltige Methode in der Institution“, ist Maria Aarts überzeugt.

Als zweiter Referent würdigt Christoph Venedey, geschäftsführender Heimleiter des Senioren- und Begegnungszentrums Am Haarbach in Aachen, aus seiner Sicht als Heimleiter die Effizienz dieser bildbasierten Kommunikationsmethode für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und damit für die Einrichtung. „Marte Meo hilft uns, zu erkennen, welche Ressourcen unsere Bewohner besitzen und welche Möglichkeiten ihnen erschlossen werden können, um aktiv mit ihrer Umwelt zu kommunizieren“, hat Christoph Venedey erfahren.

Der Teilnehmerbeitrag (inklusive Verpflegung) beträgt 60 Euro, Studenten und Auszubildende zahlen einen ermäßigten Betrag von 30 Euro. Anmeldungen sind bis zum 8. Juni 2018 an die E-Mail-Adresse christiane.ebeling@kreis-soest.de möglich.


Zuletzt aktualisiert am: 16.05.2018