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Grenzanzeige und Grenzvermessung

Bei Unklarheiten des Grenzverlaufes wegen fehlender oder fehlerhafter Grenzzeichen  kann es zu Grenzstreitigkeiten zwischen Nachbarn kommen. Dies passiert häufig, wenn zum Beispiel ein Grundstück durch einen Zaun oder eine Hecke eingefriedet werden soll. In solchen Fällen kann das Liegenschaftskataster mit einer Grenzvermessung oder einer amtlichen Grenzanzeige weiterhelfen.

Grenzvermessung

Mitarbeiter des Kreises Soest bei einer Grenzvermessung. Foto: Kreis Soest/Abteilung Liegenschaftskataster
Grenzvermessung. Foto: Kreis Soest/Abteilung Liegenschaftskataster

Bei einer Grenzvermessung werden die Grenzen des Grundstücks mit Hilfe der Vermessungsunterlagen des Liegenschaftskatasters überprüft. Fehlerhafte Grenzzeichen in den Grundstücksgrenzen werden korrigiert und fehlende Grenzzeichen auf dem Grundstück durch neue ersetzt. Das Ergebnis der Grenzvermessung wird den betroffenen Grundstückseigentümern in einem örtlichen Grenztermin angezeigt, mit der Aufnahme einer Grenzniederschrift öffentlich beurkundet und in das Liegenschaftskataster übernommen.

Amtliche Grenzanzeige

Ähnlich wie bei einer Grenzvermessung, werden die Grundstücksgrenzen mit Hilfe der Vermessungsunterlagen des Liegenschaftskatasters in die Örtlichkeit übertragen, überprüft und dem Antragsteller vor Ort angezeigt. Mit der Amtlichen Grenzanzeige wird eine verbindliche Aussage zur Grundstücksgrenze getroffen und in einer Skizze mit öffentlichem Glauben beurkundet.

Unterschied zwischen Grenzvermessung und Grenzanzeige

Fehlende Grenzzeichen werden bei einer amtlichen Grenzanzeige nicht ersetzt und fehlerhafte Grenzzeichen nicht korrigiert!

Notwendige Unterlagen

Unterlagen sind in der Regel nicht erforderlich. Angaben zur Lage des Grundstücks sind von Vorteil.

Bearbeitungszeit

Hängt vom Einzelfall ab. Anträge werden möglichst zeitnah bearbeitet.

Kosten

Die Kosten richten sich nach der Vermessungs- und Wertermittlungskostenordnung (VermWertKostO NRW).
Hiernach berechnen sich Kosten anhand der Anzahl der zu untersuchenden Grenzpunkte und dem zutreffenden Bodenrichtwert.

Bei amtlichen Vermessungen, die zeitlich und örtlich zusammenhängend durchgeführt werden, ermäßigen sich die Gebühren.

Beispiel Grenzvermessung:

  • Anzahl der zu untersuchenden Grenzpunkte: 2
  • Bodenrichtwert: 80 €/m² bis 200 €/m²
  • Grundaufwandspauschale: 320 €
  • Gebühr für die Grenzniederschrift: 420 €
  • Gebühr für die zu untersuchenden Grenzpunkte: 546 €
  • voraussichtliche Gesamtgebühr: ca. 1.530 € (inkl. Umsatzsteuer)
  • zzgl. Gebühr für die Fortführung des Liegenschaftskatasters: 400 € (nicht umsatzsteuerpflichtig)

Beispiel Grenzanzeige:

  • Anzahl der zu untersuchenden Grenzpunkte: 2
  • Bodenrichtwert: 80 €/m² bis 200 €/m²
  • Grundaufwandspauschale: 320 €
  • Gebühr für die zu untersuchenden Grenzpunkte: 546 €
  • voraussichtliche Gebühr: ca. 1.031 € (inkl. Umsatzsteuer)

Zahlungsarten

In der Regel per Überweisung, nachdem der schriftliche Gebührenbescheid zugesandt wurde.

Rechtsgrundlagen

  • Gesetz über die Landesvermessung und das Liegenschaftskataster (Vermessungs- und Katastergesetz - VermKatG NRW)
  • Verordnung zur Durchführung des Gesetzes über die Landesvermessung und das Liegenschaftskataster (DVOzVermKatG NRW)
  • Kostenordnung für das amtliche Vermessungswesen und die amtliche Grundstückswertermittlung in Nordrhein-Westfalen (Vermessungs- und Wertermittlungskostenordnung - VermWertKostO NRW)

Ihre Ansprechpersonen

Herr Martin Albrecht Anrufen: 02921 30-2331 martin.albrecht@kreis-soest.de
Herr Egbert Graßkemper Anrufen: 02921 30-2328 egbert.grasskemper@kreis-soest.de
Zuletzt aktualisiert am: 02.03.2020
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