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Ehrenamtspreisträger ausgezeichnet

Landrätin würdigt Engagement von Helmut Fröhlich aus Warstein-Sichtigvor, Kulturring Störmede und Schulkanuprojekt Lippstadt

Ehrenamtspreis für Helmut Fröhlich
Landrätin Eva Irrgang (1. v.l.) überreichte den Ehrenamtspreis 2018 des Kreises Soest an Helmut Fröhlich (2. v. l.) aus Warstein-Sichtigvor. Den Glückwünschen schlossen sich Heike Kruse (2. v. r.), stellvertretende Bürgermeisterin Warsteins, die Fröhlich auch für den Ehrenamtspreis vorgeschlagen hatte, sowie Warsteins Bürgermeister Dr. Thomas Schöne (1. v. r.) an. Foto: Mathias Keller/ Kreis Soest
Pressemeldung vom 03.12.2018 18:00

Kreis Soest (kso.2018.12.03.518.rn/mk). Landrätin Eva Irrgang hat während einer Feierstunde im Kreishaus am Montag, 3. Dezember, den Ehrenamtspreis 2018 an Helmut Fröhlich (Warstein-Sichtigvor), den Kulturring Störmede und das Schulkanuprojekt Lippstadt verliehen. Nach Ansicht der Jury zeigen alle Preisträger herausragende Beispiele für das ausgelobte Thema "Wir in der Zukunft - Ehrenamt 4.0".


Gefragt waren innovative Ehrenamtsprojekte, die aufzeigen, wie sich das Ehrenamt unter Berücksichtigung des demographischen Wandels entwickeln kann.

Der Ehrenamtspreis ist mit 2.000 Euro dotiert, die auf die Preisträger aufgeteilt werden. 1.000 Euro stammen aus dem Etat der Landrätin, den gleichen Betrag steuert die Stiftung Rotary Erwitte-Hellweg bei, die bei der Feierstunde vertreten wurde durch Ekkehart Schieffer, Präsident des Rotary-Club Erwitte-Hellweg, und Mitglieder des Stiftungsbeirates. Ekkehart Schieffer dankte den Preisträgern in seiner Ansprache für ihren Einsatz und ihr Herzblut, die mit ihrem Engagement Vorbilder seien. Für die musikalische Umrahmung der Preisverleihung sorgte einmal mehr das Soester Saxophon-Quartett der Musikschule Soest.

Helmut Fröhlich leitet und organisiert seit 2015 die Umgestaltung der Wallburg auf dem Loermund in Warstein-Sichtigvor, die diese historische Stätte auch für Sehbehinderte erlebbar machen soll. Am Fuß des Burgberges soll ein Tast-Bronzemodell aufgestellt werden, um auch blinden Menschen einen bildlichen Eindruck der Umgebung zu vermitteln. Hinweistafeln, versehen mit QR-Codes, werden den Berg hinauf führen. Als Ideengeber und Gründer des ortsübergreifenden Vereinsrings Mülheim-Sichtigvor-Waldhausen brachte Helmut Fröhlich erfolgreich das LEADER-Projekt „Loermund“ auf den Weg. In ihrem Vorschlagsschreiben an die Jury lobte die stellvertretende Landrätin Heike Kruse „seine Sachkenntnis in historischen Zusammenhängen und die Tatkraft, mit der er angestoßene Projekte immer wieder weiterbringt, in dem er Mitstreiter für die Sache gewinnt“ als beispielhaft.

Die Arbeitsgruppe „Störmede baut“ des Kulturrings Störmede hat auf einer Fläche eines ehemaligen landwirtschaftlichen Betriebes eine alternative Wohnform für junges sowie familien- und seniorengerechtes Wohnen mit dörflichem Charakter geschaffen. In der Wohnanlage „Hof der Begegnung“ in Störmede leben nun junge Familien, junge Erwachsene als Wohngemeinschaft, Senioren, Alleinstehende und Pflegebedürftige in einem gemeinsamen Zentrum mit 15 Wohnungen und einer Seniorengemeinschaft mit 12 Zimmern. In ihrer Laudatio lobte Landrätin Eva Irrgang das Projekt als „innovatives Beispiel für eine zukunftsorientierte Dorfentwicklung“. Weitere Projekte des Kulturrings Störmede sind unter anderem „Essen in Gemeinschaft“ und ein Carsharing-Angebot.

Jedes Grundschulkind soll die Möglichkeit haben, in einem Boot zu sitzen – mit diesem Grundsatz bringt das Projekt Schulkanu jedes Jahr 400 Schülerinnen und Schüler aufs Wasser. Die Kinder sammeln so Erfahrungen rund um das Kajak, den Canadier oder das Stand-Up-Board und erhalten die Möglichkeit, die kosten- und materialintensive Randsportart Kanu kennenzulernen. „Das Besondere an diesem Projekt ist aber auch, dass Oberstufenschüler über die Sporthelfer-Zertifizierung des Landessportbundes dazu ausgebildet werden, Kanuangebote für Grundschüler im regulären Schwimmunterricht durchzuführen“, lobte Landrätin Eva Irrgang. Das Projekt wird seit 2010 maßgeblich getragen vom Evangelischen Gymnasium Lippstadt und dem Wasser- und Wintersportclub (WSC) Lippstadt. Die Ausweitung des Projektes auf weitere Schulen, weitere Kanudisziplinen und weitere Aus- und Fortbildungsangebote ist bereits in der Planung.

2019 steht der Ehrenamtspreis unter dem Motto „Kinder entdecken Kultur“. Vorgeschlagen und prämiert werden sollen innovative Projekte, bei denen ehrenamtlich Tätige Kinder an Musik, Malen, Museen oder andere Formen der Kultur heranführen.


Ehrenamtspreis für Kulturring Störmede aus Geseke
Landrätin Eva Irrgang (1. v. l.) verlieh den Ehrenamtspreis 2018 des Kreises Soest an den Kulturring Störmede aus Geseke. Den Preis nahm stellvertretend für Franz Pieper sein Sohn Dr. Martin Pieper (2. v. r.) entgegen. Es gratulierten ebenfalls Dr. Günter Fiedler (1. v. r.), stellvertretender Bürgermeister von Geseke und Jutta Münstermann (2. v. l.) vom Kreis Soest, die den Kulturring für den Ehrenamtspreis vorgeschlagen hatte. Foto: Mathias Keller/ Kreis Soest
Ehrenamtspreis für Schulkanuprojekt Lippstadt
Landrätin Eva Irrgang (1. v. l.) überreichte zusammen mit Ekkehart Schieffer (1. v. r.), Präsident des Rotary Club Erwitte-Hellweg, den Ehrenamtspreis 2018 des Kreises Soest an das Schulkanuprojekt Lippstadt, vertreten durch die Mitglieder des Wasser- und Wintersport Clubs Lippstadt Dr. Steffen Menze (2. v. l.), Markus Lüttig (3. v. l.), Max Klapper (4. v. l.) und Steven Klose (5. v. l.). Klose und Menze sind gleichzeitig Lehrer am Evangelischen Gymnasium Lippstadt. Foto: Mathias Keller/Kreis Soest
Zuletzt aktualisiert am: 03.12.2018
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