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Austausch mit Polen über Backtradition

Berufsschule im Nahrungsgewerbe am Börde-Berufskolleg pflegt Kontakte nach Breslau

Deutsche und polnische Spezialitäten
Die Auszubildenden aus Soest und Breslau überreichten Landrätin Eva Irrgang (2. Reihe 3. v. l.) einen Korb mit deutschen und polnischen Backspezialitäten. Mit dabei Schulleiter Dr. Peter Steinbüchel (Börde-Berufskolleg, vorne r.), Kreis-Dezernentin Maria Schulte-Kelinghaus (vorne 2. v. r.), Innungsobermeister Detlef Kunkel (vorne l.), Hauptgeschäftsführer Detlef Schönberger, Kreishandwerkerschaft Hellweg-Lippe (hinten r.), Franz-Josef Berkenkötter, EU-Geschäftsstelle für Wirtschaft und Berufsbildung der Bezirksregierung (2. Reihe l.) und die Lehrer Birgit Specht, Börde-Berufskolleg (hinten 2. v. l.), Bernd Balgo, Börde-Berufskolleg (hinten 3. v. l.), Włodzimierz Gańko (Berufsschule Nr. 5 in Breslau, hinten 4. v. l.). Die Praxistriebe vertraten Karin Steinhoff, Bäckerei Steinhoff (2. Reihe r.) und Simon Hoberg, Simons Brotmanufaktur „Herr von Myra“ (hinten l.). Foto: Thomas Weinstock/ Kreis Soest
Pressemeldung vom 07.12.2018 10:00

Kreis Soest (kso.2018.12.07.528.-rn). Das Jahr 2018 stand für die Berufsschule im Nahrungsgewerbe am Börde-Berufskolleg des Kreises in Soest ganz im Zeichen des Austausches mit Polen. Im März arbeiteten vier Auszubildende, zwei Bäcker und zwei Bäckereifachverkäuferinnen, in Betrieben in Wroclaw (Breslau) mit und lernten österliches Backwerk kennen. Beim Gegenbesuch polnischer Auszubildender vom 24. November bis zum 8. Dezember standen Backtraditionen in Deutschland und Polen zu Weihnachten im Mittelpunkt.


Die Abschlusspräsentation wurde verbunden mit einem Besuch bei Landrätin Eva Irrgang. Die Auszubildenden überreichten der Verwaltungschefin im Kreishaus einen Brot- und Kuchenkorb mit deutschen und polnischen Spezialitäten. Eva Irrgang begrüßte es, dass das Mobilitätsprojekt den Auszubildenden Gelegenheit bietet, Praxiserfahrungen im europäischen Ausland zu sammeln. „Es geht dabei aber nicht nur um die Vertiefung der Fachkenntnisse. Mindestens genauso wichtig ist das Kennenlernen der kulturellen und gesellschaftlichen Unterschiede in den europäischen Ländern, aber auch das Entstehen bleibender Verbindungen“, betonte die Landrätin.

Dem Treffen im Kreishaus vorausgegangen waren Projektwochen in der Bäckerei Steinhoff und in Simons Brotmanufaktur „Herr von Myra“ in Soest sowie im Börde-Berufskolleg. Die polnischen Gäste und die deutschen Auszubildenden absolvierten aber auch ein „Kulturprogramm“ mit einer Stadtführung in Soest, einem Besuch des Schokoladenmuseums in Köln und einem Abstecher zum münsterschen Weihnachtsmarkt samt Besichtigung des Friedenssaales im Rathaus.

Seit 2015 nimmt das Börde-Berufskolleg an dem vom NRW-Ministerium für Schule und Bildung begleiteten Austauschprogramm mit Polen teil. Für Schulleiter Dr. Peter Steinbüchel gehört zu den wichtigsten Zielen dabei, den europäischen Gedanken durch das praktische Arbeiten und kollegiale Miteinander im Betrieb zu stärken. Die vielfältigen Möglichkeiten eines europäischen Austausches würden deutlich und greifbar. Aber auch das Ansehen des Berufsbildes Bäcker/ Bäckerin und Bäckereifachverkäufer/ Bäckereifachverkäuferin profitiere. „Die Maßnahme dient auch zur Attraktivitätssteigerung der handwerklichen Ausbildung und der Sicherung des Fachkräftebedarfs in diesem Gewerk“, bringt es Dr. Steinbüchel auf den Punkt. Außerdem habe das Projekt nachhaltig enge Kontakte der hiesigen Innung und der Kreishandwerkerschaft zu den Betrieben und Kammervertretungen in Niederschlesien hergestellt. „Die Ausdehnung auf andere Handwerksberufe ist denkbar“, wirbt Dr. Steinbüchel und weist auf die Förderfähigkeit durch das Programm Erasmus+ hin. In diesem Zusammenhang werde auch die  Entsendung von Ausbilderinnen und Ausbildern in die jeweiligen Partnerbetriebe unterstützt.


Zuletzt aktualisiert am: 07.12.2018
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