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Kreisschulen für Ernstfall gerüstet

Defibrillatoren gehören seit Herbst 2018 zur Erste-Hilfe-Grundausstattung

Bilanz gezogen
Seit Herbst 2018 gehören Defibrillatoren zur Erste-Hilfe-Grundausstattung in den Schulen des Kreises Soest. Eine erste Bilanz zogen jetzt Maria Schulte-Kellinghaus, Dezernentin für Schule, Jugend und Gesundheit, Hendrik Henneböhl (links), Sachgebietsleiter Schulverwaltung Berufskollegs, und Hans-Peter Trilling, Ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes des Kreises Soest. Foto: Judith Wedderwille/ Kreis Soest
Pressemeldung vom 02.08.2019 11:00

Kreis Soest (kso.2019.08.02.306.hh/jdw). Die neun Schulen des Kreises Soest inklusive Sporthallen sind seit Herbst 2018 standardmäßig mit Defibrillatoren ausgestattet. 16 sogenannte Automatisierte Externe Defibrillatoren (AED) befinden sich in öffentlich zugänglichen Schränken, zusammen mit Einmalbeatmungshilfen und Erste Hilfe Ausrüstungen. Nach der ersten Wartungsrunde zog die Verwaltung nun eine Bilanz.


„Als Schulträger war und ist es uns wichtig, dass auch in Bezug auf die Notfallausrüstung der Schulen ein guter Standard herrscht“, erklärt Maria Schulte-Kellinghaus, Dezernentin für Schule, Jugend und Gesundheit. „Schließlich besuchen rund 10.000 Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräften unsere Schulen. Hinzu kommen zahlreiche externe Nutzer der Sporthallen, wie Sportvereine.“

Das AED-System unterstützt im Falle eines Kreislaufstillstandes die Helferinnen und Helfer per Anleitung, lebensrettende Stromstöße zur Therapie einer lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörung abzugeben. Dabei gibt das Gerät Rückmeldung über die Qualität der Reanimation, sodass eine Reanimation auch ohne Vorkenntnisse durchgeführt werden kann. Zudem nahmen zur Einführungen 68 Lehr- und Verwaltungskräfte freiwillig an ergänzenden Schulungen zur Reanimation und zum Umgang mit den neuen Geräten teil. Die Schulungen werden weiterhin regelmäßig erfolgen.

„In Notsituationen zählt jede Minute. Eine schnelle Reanimation und eine frühe Defibrillation, bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes, erhöht die Überlebenschancen von Patienten mit Kreislaufstillstand enorm“, weiß Hans-Peter Trilling, Ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes des Kreises Soest. Als Notarzt vertritt er eine klare Position: „Erste Hilfe sollte fester Teil des pädagogischen Schullehrplans sein. Das könnte viele Leben retten.“ Eine grundsätzliche Verankerung in den Lehrplänen gibt es aktuell nicht.

Die gute Kooperation mit dem Rettungsdienst hob Hendrik Henneböhl, Sachgebietsleiter Schulverwaltung Berufskollegs, positiv hervor:  „Es war gut, dass der Rettungsdienst Kreis Soest schon früh mit im Boot war, so dass wir eine technische und konzeptionell gute Lösung finden konnten“. Denn die neuen AED sind nicht nur benutzerfreundlich, sie sind auch kompatibel mit den Geräten des Rettungsdienstes. Im Ernstfall spart dies Zeit, da das Kontaktkabel einfach umgesteckt werden kann.


Zuletzt aktualisiert am: 02.08.2019
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