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Namensgeberin lässt Naturpark Arnsberger Wald wachsen

Erweiterung durch große Teile der Stadt Arnsberg auf 600 Quadratkilometer

Treffen im Mühlbachtal
Machten die Erweiterung des Naturparks Arnsberger Wald bei einem Treffen im Mühlbachtal „offiziell“ (v. l.): Dieter Hammerschmidt (Fachdienstleitung Umwelt und Ressourcenschutz der Stadt Arnsberg), Annette Baumeister (Verkehrsverein Arnsberg), Jens Hoheisel (Geschäftsführer Naturpark Arnsberger Wald), Ralf Paul Bittner (Bürgermeister Stadt Arnsberg) und Marietta Puhl (Naturpark Arnsberger Wald). Foto: Stephanie Schnura/ Stadt Arnsberg
Pressemeldung vom 05.02.2020 10:00

Kreis Soest/ Hochsauerlandkreis (kso.2020.02.07.042.mp/-rn). Der Naturpark Arnsberger Wald erstreckt sich über Teile des Kreises Soest und des Hochsauerlandkreises. Doch die Stadt Arnsberg als Namensgeberin gehörte bisher nicht dazu. Das hat sich geändert, fast das komplette Stadtgebiet ist hinzugekommen. So ist die Fläche des Naturparks von 482 auf knapp 600 Quadratkilometer gewachsen. "Endlich ist zusammengekommen, was zusammengehört", nimmt Jens Hoheisel, Geschäftsführer des Naturparks Arnsberger Wald, Anleihen an einen bekannten Ausspruch.


Auch Verbandsvorsteher Dr. Jürgen Wutschka, Dezernent für Regionalentwicklung des Kreises Soest, freut sich: „Die Erweiterung eröffnet neue Möglichkeiten für alle Aufgaben, die der Naturpark hat. Der Schutz der Natur, der nachhaltige Tourismus und die Umweltbildung werden profitieren.“ Fast das gesamte Erweiterungsgebiet bestehe aus Natur- und Landschaftsschutzgebieten, so dass es sich anbiete, neue Naturschutzprojekte umzusetzen. Wutschka verweist in diesem Zusammenhang auf EU-geförderte Projekte wie das Life-Projekt „Bachtäler im Arnsberger Wald“, das zusammen mit der ABU umgesetzt wurde. Die Infrastruktur im bisherigen Naturparkgebiet mit Wanderwegen sowie Lörmecke- und Möhnesee-Turm unterstütze bereits ein nachhaltiges Naturerlebnis. 

Der Arnsberger Wald war früher der Wald der Arnsberger Grafen, stand also in der Vergangenheit schon in direkter Verbindung zum Stadtgebiet. Dass der Naturpark den Namen der Stadt Arnsberg in sich trägt, Arnsberg aber nur zu kleinen Teilen zum Naturpark gehörte, sorgte regelmäßig für Irritationen bei Besuchern. Nun wird die Verortung des Naturparks auch deutlich über die Region hinaus erleichtert.

Auch im neuen Gebiet hat der Naturpark bereits seine Spuren hinterlassen. So liegt in der Erweiterungsfläche ein WaldKulTour-Weg des Naturparks, auf der Besucher die Geschichte des Waldes anschaulich nachvollziehen können. Ein Stück der Sauerland-Waldroute, dem Qualitätswanderweg des Naturparks, führt ebenfalls bereits durch Arnsberg. „Möglichkeiten für neue touristische Highlights gibt es reichlich. Wir haben schon viele Ideen, die wir in den nächsten Jahren in die Tat umsetzen können“, kündigt Geschäftsführer Jens Hoheisel an.

Für Arnsbergs Bürgermeister Ralf Paul Bittner passt der Beitritt zum Naturpark bestens zu den Zielen der Stadt: „Das Thema Nachhaltigkeit spielt in Arnsberg eine große Rolle. Besonders der nachhaltige Tourismus liegt uns am Herzen. Die Lage im Naturpark bietet nun perfekte Voraussetzungen, dies noch weiter auszubauen.“ Auch der Waldumbau hin zu naturnäheren Wäldern sei seit Jahren ein wichtiges Thema, das durch den Naturpark nun eine noch stärkere Bedeutung bekomme. Mit der Graf-Gottfried-Schule liege auch bereits eine Naturpark-Schule in Arnsberg. Der Wildwald Vosswinkel als BNE-Regionalzentrum im Hochsauerlandkreis biete tolle Voraussetzungen, die Umweltbildungsaufgabe des Naturparks zu unterstützen und auszubauen.

Was bedeutet die Erweiterung für den regelmäßigen Naturparkbesucher? „Auch wenn man vom bisherigen Naturparkgebiet sowieso nicht genug bekommen kann, gibt es nun die Möglichkeit, viele neue Ecken zu erkunden, neue Wege zu entdecken und neue Projekte mitzuerleben, die im ganzen Naturparkgebiet ihre Wirkung zeigen“, bringt es Verbandsvorsteher Dr. Jürgen Wutschka auf den Punkt.


Verbandsgebiet
Die Karte verdeutlicht das alte und das neue Verbandsgebiet des Naturparks Arnsberger Wald. © Geobasis NRW (2019)
Zuletzt aktualisiert am: 05.02.2020
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