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„Ausnahmesituation, in der jeder gefragt ist“

Krisenstab appelliert: Maßnahmen gegen Coronavirus-Ausbreitung konsequent umsetzen

Pressemeldung vom 16.03.2020 15:00

Kreis Soest (kso.2020.03.16.127.dp). Der Kreis-Krisenstab appelliert an die Kommunen und die Bevölkerung im Kreis Soest, alle Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus einzuhalten und umzusetzen. "Es handelt sich um eine Pandemie. Das bedeutet, dass etwa zwei Drittel der Deutschen mit dem Virus in Kontakt kommen werden", verdeutlicht Krisenstabsleiter Dirk Lönnecke. "Wir müssen mit aller Energie zusehen, dass das Virus sich nicht so exponentiell verbreitet, dass es unser hiesiges Gesundheitssystem in kritischer Weise belastet."


Deshalb sei es das erklärte Ziel des Krisenstabes, durch konsequente Umsetzung der eingeleiteten und der künftigem  Maßnahmen die Erkrankungskurve in die Länge ziehen, um in allen Bereichen des öffentlichen Lebens die Handlungsfähigkeit sicherzustellen.

Landrätin Eva Irrgang formuliert einen eindringlichen Appell: „Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger im Kreis Soest, nehmen Sie die Lage ernst. Wir erleben eine Ausnahmesituation, in der jeder gefragt ist. Beschränken Sie Ihre sozialen Kontakte auf ein Minimum. Dadurch schützen Sie mit einem ganz persönlichen Beitrag vor allem unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger im Kreis Soest, aber auch Menschen mit Vorerkrankungen. Jeder hat angesichts der Lage eine große persönliche Verantwortung. Daraus ergeben sich viele Einschränkungen für das eigene Leben und Verhalten. Diese müssen wir alle in diesen Tagen hinzunehmen. Wenn wir das gemeinsam schaffen, ist das ein großherziges Zeichen von Solidarität.“

Durch Erlass des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) müssen nahezu alle Freizeit-, Sport-, Unterhaltungs- und Bildungsangebote im Land eingestellt werden, ebenfalls schließen Bars, Clubs, Diskotheken, Spielhallen, Theater, Kinos, Museen. Die bereits vom Kreis empfohlene Schließung von Sportstätten und Schwimmbädern wird durch Fitness-Studios und Saunen erweitert. Zusammenkünfte in Sportvereinen und sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie die Wahrnehmung von Angeboten in Volkshochschulen, Musikschulen und sonstigen öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen im außerschulischen Bereich sind nicht mehr gestattet.

Die Versorgung von Lebensmitteln, Bargeld, Bekleidung, Medikamenten und Dingen des täglichen Lebens bleibt im Kreis Soest weiterhin sichergestellt durch Öffnung von Banken, Einzelhandel (hier insbesondere Lebensmittelgeschäfte), Apotheken und Drogerien. Restaurants, Gaststätten und Hotels werden an strenge Auflagen gebunden, die eine Verbreitung des Corona-Virus verhindern sollen.

Das MAGS hatte vorher bereits auch per Erlass verfügt, dass die Durchführung von Veranstaltungen mit weniger als 1.000 erwarteten Teilnehmenden untersagt ist. Es sei grundsätzlich davon auszugehen, dass keine Schutzmaßnahmen getroffen werden können, um eine Verbreitung des Coronavirus zu verhindern.

Der Krisenstab empfiehlt den Kommunen, diesen Erlass konsequent umzusetzen, damit ab sofort auch Veranstaltungen mit einer Besucherzahl unter 1.000 Personen nicht mehr durchgeführt werden. Ausgenommen werden sollten absolut notwendige Veranstaltungen, insbesondere solche, die der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung oder der Daseinsvorsorge dienen.


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Zuletzt aktualisiert am: 29.03.2020
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