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Kreis-Infotelefon wird zur Kummer-Nummer

Viele Bürgerinnen und Bürger frustriert über Impfterminvergabesystem der KVWL

Pressemeldung vom 28.01.2021 16:00

Kreis Soest (kso.2020.28.01.044.sc). Seitdem am Montag die Terminvergabe zur Corona-Schutzimpfung beginnen sollte, steht auch bei der Kreisverwaltung das Telefon nicht mehr still. Von den über 250 Anrufen allein am Montag waren über die Hälfte frustrierte Anrufer, die bei der Terminvergabe nicht nur leer ausgegangen, sondern gar nicht erst durchgekommen waren. Da hilft es zwar, dass sich das Infotelefon-Team die Sorgen und den Unmut der Bürgerinnen und Bürger anhört, in der Sache jedoch kann es auch nicht helfen.


Das Terminvergabesystem liegt in den Händen der Kassenärztlichen Vereinigung. Für den Bereich Westfalen-Lippe sind 27 Impfzentren über das Terminsystem buchbar. Dem Kreis Soest werden vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (MAGS) bis zum 4. April wöchentlich 1.177 Impfdosen zur Verfügung stehen (zuzüglich der für die Zweitimpfung reservierten Dosen). Für diese hat die Koordinierungseinheit des Impfzentrums auch Termine bereitgestellt. „Wir können nur seit Dienstag selber das System nicht mehr auswerten, um aktuelle Buchungszahlen herausgeben zu können“, zeigt sich Landrätin Eva Irrgang ebenfalls unzufrieden mit der derzeitigen Situation und den technischen Unzulänglichkeiten des KVWL-Systems bzw. des Tools der kv-digital. „Dass am Montag die Drähte bei der KVWL glühen und das System extrem belastet ist, das war abzusehen. Dass laut KVWL in manchen Familien gleich drei oder vier Termine parallel für einen Angehörigen oder eine Angehörige gebucht worden sind, macht es nicht besser. Dennoch – ich verstehe jede Bürgerin und jeden Bürger, der frustriert darüber ist, entweder nicht durchzukommen oder online immer wieder Fehlermeldungen zu bekommen.“

Die Zusammenarbeit mit den Vertretern der KVWL vor Ort gestaltet sich dagegen ganz anders: „Wir arbeiten eng und vertrauensvoll mit unseren ärztlichen Standortleitern Dr. Friedrich Aquistapace, Dr. Rolf Cramer und Dr. Ulrich Menges zusammen, immer unterstützt von Dr. Heinz Ebbinghaus als Vertreter der KVWL. Nur so konnten wir das Impfzentrum in der gebotenen Kürze startklar machen – und nun hängt es am Terminsystem“, findet Irrgang klare Worte und macht darüber hinaus deutlich: „Sowohl bei den Impfstoffmengen als auch bei der Terminvergabe sind wir abhängig von den Leistungen anderer. Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht.“


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Zuletzt aktualisiert am: 01.03.2021
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