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Tanzen ist schöner als Torkeln…

Kreisweite Kampagne erstmals mit Gesundheitsinitiative Hart am Limit verknüpft

Spaß ohne Alkohol
Pia Stein, Jan Wiedenbeck und Ekaterina Krasovskaja (v. l.), Auszubildende bei der Kreisverwaltung Soest, präsentieren das Plakat zur Gesundheits- und Jugendschutzkampagne „Tanzen ist schöner als Torkeln…“. Es ist unter anderem in Bussen und Kiosken im Kreisgebiet zu sehen. Foto: Thomas Weinstock/ Kreis Soest
Pressemeldung vom 12.01.2018

Kreis Soest (kso.2018.01.12.014.kw). Mit der Jugendschutzkampagne "Tanzen ist schöner als Torkeln…", die unter der Schirmherrschaft von Landrätin Eva Irrgang steht, wollen der Kreis Soest, die Ordnungsämter der 14 Städte und Gemeinden, die Regionalverkehr Ruhr-Lippe GmbH (RLG) und der Einzelhandelsverband Südwestfalen e. V. rechtzeitig vor dem Beginn der heißen Phase der Karnevals-Session einen Kontrapunkt setzen.


"Angesichts des gleichbleibend hohen Alkoholkonsums bei Kindern und Jugendlichen ist die frühe Aufklärung und Information wichtig", betont Kornelia Witt, Suchtprophylaxefachkraft des Kreises. Der Anstieg der alkoholbedingten Behandlungsfälle bei Mädchen und jungen Frauen zeigt, wie wichtig es ist, die Kampagne mit der kreisweiten Gesundheitsinitiative dem Hart am Limit (HaLT-Projekt) zu verknüpfen.

Die Ordnungsämter werden die örtlichen Alkoholverkaufsstellen mit einem Anschreiben auf ihre Verantwortung zum Jugendschutz hinweisen. "Gerade zur Karnevalzeit mit der ausgelassenen und fröhlichen Stimmung ist es leicht für Kinder und Jugendliche, den Alkohol zu konsumieren. Deshalb ist es auch in der närrischen Zeit wichtig für uns Erwachsene, Kindern und Jugendlichen den Zugang zum Alkohol nicht zu erleichtern", appelliert Werner Müller, Jugendschützer des Kreises. In vielen Läden und Kiosken hängen die Kampagnen-Plakate aus: "Wir verkaufen keinen Alkohol an Jugendliche unter 16 Jahren. Hochprozentiges gibt's erst ab 18."

Zudem halten viele Jugendliche Alkohol nach wie vor für einen guten Stimmungsmacher. Gerade in der Karnevalszeit wird dies deutlich. Ein Rausch in jungen Jahren ist immer ein großes gesundheitliches Risiko. Organe können geschädigt und die Gehirnreifung kann beeinträchtigt werden. Maßgeblich ist hier, dass sich im Jugendalter durch die Pubertät das Gehirn in einer sehr empfindlichen Reifungsphase befindet. In diesen Entwicklungsprozessen des Gehirns können sich Konsumgewohnheiten stabilisieren und zu einer frühen Suchtentstehung bei Jugendlichen führen. Deshalb sollten Eltern immer bei Kindern und Jugendlichen bis zum 18. Lebensjahr klare Grenzen setzen: Kein Alkohol!

Erklärtes Ziel der Kampagne "Tanzen ist schöner als Torkeln…" ist es, verunsicherten Erwachsenen zu zeigen, dass es ein "Wir" in der Verantwortung für Kinder und Jugendliche gibt. "Die Erwachsenen sind es, die den Kindern Alkohol zugänglich machen", ist Kornelia Witt von der Suchtvorbeugung sicher. "Das geschieht entweder ahnungslos, leichtfertig oder vorsätzlich." Ein wichtiger Kooperationspartner ist auch in diesem Jahr wieder die RLG. Sie wird in den StadtBussen in Lippstadt und Soest gezielt auf die Aktion aufmerksam machen. Auch in den RegioBussen sowie im NachtBus N1 Lippstadt-Erwitte-Anröchte, der in der Karnevalszeit verstärkt genutzt wird und der an Weiberfastnacht mit zusätzlichen Fahrten im Einsatz ist, werden die Plakate ausgehängt. "Wir hoffen, dass gerade bei den vielen Schülerinnen und Schülern, die wir täglich in unseren Bussen befördern, die Botschaft entsprechend ankommt", so Sarah Sudhoff vom Verkehrsmanagement der RLG.

Zuletzt aktualisiert am: 12.01.2018
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