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Schimmel im Keller vermeiden

Gesundheitsingenieur gibt nach dem Unwetter Hygiene-Tipps

Starkregen sorgte für überflutete Keller
Nach dem Unwetter am 1. Juni 2018 stand auch dieser Waschkeller in Soest unter Wasser. Symbolfoto: Kreis Soest
Pressemeldung vom 08.06.2018 11:00

Kreis Soest (kso.2018.06.08.253.jdw). Das Unwetter vom 1. Juni 2018 hat in vielen Kellern im Kreisgebiet Spuren hinterlassen. Viele Räume wurden mittlerweile ausgepumpt und vom Wasser zerstörte Möbel entsorgt. Doch wie sieht es mit der Hygiene aus, wenn sich beispielsweise im überfluteten Keller zum Regenwasser auch Abwasser gemischt hat? Rüdiger Große, Gesundheitsingenieur des Kreises Soest, gibt Tipps, wie in diesen und anderen Fällen vorzugehen ist, insbesondere um Schimmelbildung zu verhindern.


„Das A und O ist, dass bei den Aufräum- und Säuberungsarbeiten der überfluteten Räumen die gängigen hygienischen Regeln beachtet werden. Das gilt insbesondere, wenn sich zu dem Regenwasser auch Abwasser mit Fäkalien gemischt haben könnte. Auf jeden Fall sollten Gummistiefel und Schutzhandschuhe getragen werden“, rät Rüdiger Große. Die Abwässer können Infektionskrankheiten übertragen, wie Hepatitis A. Das Wasser muss so schnell wie möglich aus den Räumen. Anschließend müssen diese gründlich gesäubert werden, so dass sie richtig trocken gelegt werden können. „Mehrfach gründlich durchwischen! Das reicht häufig. Alles was nass geworden ist, muss gereinigt werden. Eine Flächendesinfektion kann auch durchgeführt werden, ist aber nicht in allen Fällen nötig“, so der Experte des Gesundheitsamts der Kreisverwaltung.

Wichtig: Die Restfeuchtigkeit muss so schnell wie möglich aus den Wänden und dem Estrich, damit sich kein Schimmel bildet! Es gibt viele Möglichkeiten gegen die Feuchtigkeit vorzugehen, vom Luftentfeuchter bis hin zum Industrietrocknern. Die Hauptsache ist, die Räume sind trocken. Große rät: „Lieber ein oder zwei Tage länger die Wände austrocknen lassen, auch wenn der Putz sich trocken anfühlt. Denn auch das Mauerwerk muss trocken sein!“

Die Flächen sollten längere Zeit beobachtet werden, um sicher zu stellen, dass sich kein Schimmel bildet. „Ein halbes Jahr lang sollten die Flächen im Auge behalten werden, denn ein Pilz bildet sich hinter dem Putz, im Verborgenen. Erst wenn der Pilz sich im Mauerwerk ausgebreitet hat und zu blühen beginnt, wird er auch auf dem Putz sichtbar. Es bilden sich grüne oder auch schwarze Fruchtkörper und es riecht muffig.“

Weitere Informationen zum Thema „Schimmel“ und Wohnungshygiene gibt es auf den Internetseiten des Kreises Soest, www.kreis-soest.de, in der Rubrik Gesundheit / Infektions- und Gesundheitsschutz / Umwelt- und Wohnungshygiene.


Zuletzt aktualisiert am: 08.06.2018
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