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Coronavirus SARS-CoV-2

Der Kreis Soest hat eine Liste mit Fragen und Antworten (FAQ) zum Coronavirus erstellt und weist auf aktuelle gesicherte Informationsquellen wie die Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung und das Robert-Koch-Institut hin. Zudem bietet der Kreis ein Infotelefon an.

Letzte Aktualisierung: 26. November 2020, 15:00 Uhr

Infotelefon des Kreises Soest

Frau mit Headset. Foto: © goodluz - Fotolia
Frau mit Headset. Foto: © goodluz - Fotolia

Welche Regeln gelten ab wann? In welchen Fällen muss ich zum Arzt? Wie verhalte ich mich in Quarantäne? Wann ist grundsätzlich ein Abstrich zweckmäßig? All diese Fragen finden Sie hier beantwortet.

Darüber hinaus steht Ihnen das Infotelefon des Kreises mit der Telefonnummer  02921/303060 ist  zu folgenden Zeiten zur Verfügung: 

  • Montag bis Do 8 bis 16 Uhr
  • Freitag von 8 bis 12 Uhr
  • Samstag von 10 bis 12 Uhr

Das Gesundheitsministerium des Landes NRW bietet ebenfalls ein Infotelefon mit der Nummer 0211 - 9119 1001 an. Medizinische Fragen beantwortet die Kassenärztliche Vereinigung unter 116117. 

Aktuelles

Quarantäne für Reiserückkehrer ausgesetzt

Das Oberverwaltungsgericht Münster hat am 20.11.20 per Eilbeschluss wesentliche Teile der nordrhein-westfälischen Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 in Bezug auf Ein- und Rückreisende (Coronaeinreiseverordnung) vorläufig außer Vollzug gesetzt. Demnach müssen Reiserückkehrer aus Risikogebieten ab sofort nicht mehr selbständig aufgrund der Rechtsverordnung in Quarantäne. Die Regelungen der Verordnung werden aktuell nicht angewendet. Individuell angeordnete Quarantänen von Reiserückkehrern aus Risikogebieten bleiben aber wirksam und können nach wie vor aufgrund der §§ 28, 30 IfSG individuell angeordnet werden.

Die Bundesanordnung zur Meldepflicht besteht bei der Einreise in die Bundesrepublik weiterhin mit den folgenden Ausnahmen nach Ziff. 2:

2. Ausnahmen von den Verpflichtungen nach Nummer 1:

Die Verpflichtungen nach Nummer 1 gelten nicht für Personen, die lediglich durch ein Risikogebiet nach Nummer 1 Satz 1 durchgereist sind und dort keinen Zwischenaufenthalt hatten.

Die Verpflichtungen nach Nummer 1 gelten ebenfalls nicht für Personen, die nur zur Durchreise in die Bundesrepublik Deutschland einreisen, Personen, die sich im Rahmen des Grenzverkehrs mit Nachbarstaaten weniger als 24 Stunden in einem Risikogebiet nach Nummer 1 Satz 1 aufgehalten haben oder für bis zu 24 Stunden in die Bundesrepublik Deutschland einreisen, oder für Personen, die beruflich bedingt in die Bundesrepublik Deutschland einreisen, um grenzüberschreitend Personen, Waren oder Güter auf der Straße, der Schiene, per Schiff oder per Flugzeug zu transportieren.

Wo gilt aktuell im Kreis Soest eine Maskenpflicht?

Grundsätzlich gelten die Regeln zum Tragen eines Mund-Nasenschutzes gemäß der Coronaschutzverordnung des Landes NRW (siehe unten). Außerdem haben einige Städte und Gemeinden im Kreis Soest in Allgemeinverfügungen weitere Bereiche mit Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes festgelegt:

Zusätzlich zum Abstand ist das Tragen eines Mund-Nasenschutzes (Alltagsmaske oder Schal) an folgenden Orten / zu folgenden Gelegenheiten verpflichtend:

Gemeinde Bad Sassendorf, täglich jeweils von 9 bis 19 Uhr:

Jahnplatz

Bismarckstraße (ab Kreuzungsbereich Kaiserstraße)

Kaiserstraße (bis Kreuzungsbereich Bismarckstraße)

Wasserstraße (zwischen Kaiserstraße und Salzstraße)

Stadt Lippstadt, täglich von jeweils 9 bis 1 Uhr

Am Bernhardbrunnen

Poststraße (zwischen August-Kleine-Straße und Lange Straße)

Lange Straße (zwischen Markstraße und Am Bernhardbrunnen)

Gemeinde Möhnesee, täglich jeweils von 9 bis 18 Uhr:

Staumauer der Möhnetalsperre einschließlich der südlichen und nördlichen Treppenanlage zum Ausgleichsweiher

Möhneseeturm

Stadt Soest, täglich jeweils von 6 bis 19 Uhr:

Bahnhofsvorplatz Nord und Süd

Fußgängerunterführung Walburger-Osthofen-Wallstraße

Brüderstraße sowie der Bereich der Fußgängerzone am Brüdertor

Rathausstraße bis Potsdamer Platz

Die Stadt Warstein empfiehlt das Tragen eines Mund-Nasenschutzes in folgenden Bereichen täglich von jeweils 9 Uhr bis 18 Uhr:

Skywalk

Lörmecketurm

Bilsteintal/Wildpark (hier nur Wartebereich Höhle, Hirschbrücke, Aussichtsplattformen Luchsgehege und Waschbärgehege)

Dieplohstraße von der Einmündung Hauptstraße bis zur Kreuzung Hochstraße

Hauptstraße von Kreuzung Rangestraße bis zur Einmündung Domring

Marktplatz Warstein

Wilkeplatz

Bahnhofstraße

Wallfahrtsstadt Werl, täglich jeweils von 9 bis 19 Uhr:     ­­

Walburgisstraße (ab Haus Nr.1)

Steinerstaße (bis Einmündung Soester Straße einschl. Steinertorplatz)

Darüber hinaus gilt gemäß Coronaschutzverordnung des Landes NRW:

  • in Ladengeschäfte und Ausstellungsräume für Kunden und Mitarbeiter (Alternativ: Abtrennungen aus Glas, Plexiglas…)
  • in Warteschlangen, auf Wochenmärkten, in Einkaufszentren und ShoppingMalls
  • bei Handwerks- oder Dienstleistungen, wenn der Abstand zum Kunden von 1.5 Metern nicht eingehalten werden kann
  • in Arztpraxen und ähnlichen Einrichtungen des Gesundheitswesens
  • im Personennahverkehr - hier gilt das Nicht-Tragen des Mund-Nasen-Schutzes als Ordnungswidrigkeit und wird unmittelbar mit einem Bußgeld von 150€ geahndet
  • in Schulgebäuden und auf Schulgeländen, in weiterführenden Schulen auch im Unterricht

Ausgenommen von der Pflicht sind Kinder bis zum Schuleintrittsalter (6 Jahre) und Personen, die aus gesundheitlichen Gründen keinen Schutz tragen können. Die medizinischen Gründe sind durch ein ärztliches Zeugnis nachzuweisen, das auf Verlangen vorzulegen ist. Außerdem kann die Maske aus bestimmten Gründen vorübergehend abgelegt werden, beispielsweise zur Kommunikation mit einem gehörlosen oder schwerhörigen Menschen.

Das Land NRW hat begleitend zur Coronaschutzverordnung einen Bußgeldkatalog eingeführt. Im ÖPNV werden Maskenverstöße als unmittelbare Ordnungswidrigkeiten mit einem Bußgeld von 150 Euro bestraft. In den übrigen Fällen der Maskenpflicht beträgt das Bußgeld 50 Euro. 

Durch einen Mund-Nasen-Schutz oder andere Behelfsmasken oder auch Barrieren wie Halstuch oder Schal etc. können Tröpfchen, die man z.B. beim Sprechen, Husten oder Niesen ausstößt, abgefangen werden. Das Risiko, eine andere Person durch Husten, Niesen oder Sprechen anzustecken, kann so verringert werden (Fremdschutz). Hingegen gibt es keine hinreichenden Belege dafür, dass ein Mund-Nasen-Schutz oder eine Behelfsmaske einen selbst vor einer Ansteckung durch andere schützt (Eigenschutz).

Das RKI informiert auf seinen Seiten ausführlich zu Schutzfunktion und Verwendung.

Krankschreibung per Telefon

Eine telefonische Krankschreibung durch den Hausarzt ist möglich. Die Regelung soll zunächst bis zum Jahresende gelten. Die entsprechenden Krankschreibungen gibt es jeweils für sieben Tage. Die Krankschreibung kann per Telefon einmalig für sieben weitere Tage verlängert werden.

Testung von Lehr- und Erziehungskräften

Alle Beschäftigten an den öffentlichen und privaten Schulen sowie die Beschäftigten in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegepersonen können sich zwischen den Herbst- und den Weihnachtsferien insgesamt 3 Mal kostenlos und freiwillig auf das Coronavirus testen lassen. Die Testungen sind bei diesen Arztpraxen möglich.

Für Testungen bei Lehr- und Erziehungskräften ist die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) zuständig, nicht das jeweilige Gesundheitsamt. Zu erreichen ist die KVWL Bezirksstelle Arnsberg unter der Telefonnummer für Abstrichfragen 02932 - 82798. 

Die derzeit hohe Zahl von Testungen führt zu einer Verlängerung in der Bearbeitung der einzelnen Probe. Dies hat zur Folge, dass auch Ergebnisse erst verzögert mitgeteilt werden können, sowohl der betroffenen Person als auch dem zuständigen Gesundheitsamt.

Anordnung von und Umgang mit Quarantäne

Eine Quarantäne wird unter Anderem dann behördlich angeordnet, wenn ein hohes Risiko besteht, dass man sich angesteckt hat. Dies kann der Fall sein, wenn man beispielsweise innerhalb der letzten zwei Wochen engen Kontakt zu einem Erkrankten mit einer laborbestätigten COVID-19-Diagnose hatte.

Ein enger Kontakt bedeutet entweder, dass man mindestens 15 Minuten mit dem/der Erkrankten gesprochen hat bzw. angehustet oder angeniest worden ist, während dieser ansteckend gewesen ist. 

Sind Sie unter Quarantäne gestellt, so bedeutet dies in jedem Fall:

  • Es ist Ihnen in dieser Zeit untersagt, Ihre Wohnung ohne ausdrückliche Zustimmung des Gesundheitsamtes des Kreises Soest zu verlassen oder Besuch zu empfangen
  • Sollte ein Kontakt mit anderen Personen zwingend notwendig sein, so stimmen Sie diesen mit dem Gesundheitsamt des Kreises Soest ab.

Sie sind verpflichtet, die entsprechenden Schutzmaßnahmen zu treffen

  • Haben Sie Covid-19-typische Symptome (Fieber, Husten, Geruchs- / Geschmacksstörungen, Atemnot, Abgeschlagenheit) melden Sie sich bitte unverzüglich telefonisch bei Ihrem Hausarzt!

Wenn Sie durch Ordnungsverfügung in Quarantäne versetzt sind: 

  • hält das Gesundheitsamt Kontakt zu Ihnen
  • werden Sie automatisch am letzten Tag Ihrer Quarantäne telefonisch kontaktiert. Auf Basis der vorliegenden Symptome wird über eine Beendigung oder Verlängerung der Quarantäne entschieden.

Es kann durchaus sein, dass einzelne Mitglieder eines Haushalts unter Quarantäne gestellt werden, wenn sie Kontakt zu einem Erkrankten hatten; dann gilt es, den oder die Betroffene streng von den anderen Bewohnern zu isolieren. 

Das Gesundheitsamt wird sich auf jeden Fall mit Ihnen in Verbindung setzen und weitere Maßnahmen mit Ihnen besprechen! 

Mehr Infos zu dieser Frage finden sich auch  in einem Merkblatt des Robert-Koch-Instituts.

Tests und medizinische Behandlung

In welchen Fällen wende ich mich direkt an das Gesundheitsamt?

Das Gesundheitsamt ist durch die Corona-Pandemie und seinen gesetzlichen Auftrag hinsichtlich des Infektionsschutzes  vollumfänglich ausgelastet. Dadurch sind alle personellen Kräfte gebunden, so dass Dienstleistungen, wie z.B. Belehrungen für Lebensmittelberufe gemäß Infektionsschutzgesetz momentan nicht angeboten werden können. Zudem schließt die derzeitige Erlasslage Publikumsverkehr im Kreishaus aus.

Allgemeine telefonische Auskünfte können derzeit leider nicht erteilt werden, da die Bewältigung der Pandemie alle Kräfte bindet. Bei Fragen rund um das Coronavirus steht Ihnen das Infotelefon des Kreises Soest unter 02921/303060 zur Verfügung. (Mo - Do 8 - 16 Uhr, Fr 8 - 12 Uhr). 

Gehen Sie auf keinen Fall in die Notaufnahmen oder Notfallpraxen, wenn Sie den Verdacht haben, an COVID-19 erkrankt zu sein. Sie können sich dort nicht telefonisch anmelden und gefährden die Weiterführung des Betriebes.

Ihr Hausarzt ist immer der erste Ansprechpartner und wird im Verdachtsfall weitere Schritte für Sie veranlassen. Auch bei ihm müssen Sie sich aber bitte immer erst telefonisch anmelden.

Wie viele Menschen im Kreis Soest sind positiv getestet?

Die aktuellen Fallzahlen finden Sie auf unserer Corona-Presse-Seite

Wann ist ein Corona-Test sinnvoll? Wer kann sich testen lassen?

Getestet werden können Menschen, wenn es einen Anlass dazu gibt und daher die Testungen durch das Gesundheitsamt im erforderlichen Umfang veranlasst werden.

In erster Linie werden Menschen mit COVID-19 Symptomen (Husten, Riech- und Geschmacksverlust, Abgeschlagenheit, Halskratzen und Fieber, ggf. Durchfall) getestet. Darüber hinaus gilt ein besonderes Augenmerk den Bewohnern und dem Personal von Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, Rehakliniken und weiteren Gemeinschaftseinrichtungen. Auf den Seiten des RKI finden sich genauere Inhalte der nationalen Teststrategie.

Alle Beschäftigten an den öffentlichen und privaten Schulen sowie die Beschäftigten in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegepersonen können sich bis Weihnachten insgesamt drei Mal kostenlos und freiwillig auf das Coronavirus testen lassen.

Für Testungen bei Lehr- und Erziehungskräften ist die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) zuständig, nicht das jeweilige Gesundheitsamt. Zu erreichen ist die KVWL Bezirksstelle Arnsberg unter der Telefonnummer für Abstrichfragen 02932 - 82798. Die KVWL hat auf ihren Seiten zudem eine Übersicht der Arztpraxen, in denen Testungen im Kreis Soest vorgenommen werden, erstellt.

Die derzeit hohe Zahl von Testungen führt zu einer Verlängerung in der Bearbeitung der einzelnen Probe. Dies hat zur Folge, dass auch Ergebnisse erst verzögert mitgeteilt werden können, sowohl der betroffenen Person als auch dem zuständigen Gesundheitsamt.

Darf mein Arbeitgeber von mir fordern, mich testen zu lassen?

Das darf er nur bedingt.  Eine Testung auf das Corona-Virus wird  seitens der Hausärzte derzeit bei asymptomatischen Personen nur auf Veranlassung durch das Gesundheitsamt von ihnen durchgeführt. Arbeitgeber-induzierte Testungen sind von der jeweiligen Betriebsmedizin durchzuführen.

Ist ein Antikörpertest sinnvoll, wenn ich wissen möchte, ob ich infiziert bin?

Derzeit gibt es unterschiedliche Angebote zur Durchführung von Antiköpertests. Diese geben Auskunft darüber, ob in der Vergangenheit eine Infektion mit COVID-19 vorlag (Infektion mindestens 14 Tage zurückliegend). Er sagt also nichts darüber aus, ob die getestete Person im Augenblick der Testung infiziert ist. Die Tests sollten ausschließlich von akkreditierten Laboren durchgeführt werden.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt den Einsatz von Antikörpertests derzeit ausschließlich im Rahmen von Forschungsprojekten (beispielsweise am  Universitätsklinikum Münster).

Ist man nach einer durchgemachten SARS-CoV-2-Infektion immun?

Das ist noch nicht abschließend geklärt. Derzeit gehen Experten davon aus, dass genesene Patienten nur ein geringes Risiko haben, ein zweites Mal an COVID-19 zu erkranken. 

Erste Studien haben gezeigt, dass Personen nach durchgemachter SARS-CoV-2-Infektion spezifische Antikörper entwickeln, die das Virus in Labortesten neutralisieren können.

Unklar ist jedoch noch, wie robust und dauerhaft dieser Immunstatus aufgebaut wird und ob es möglicherweise von Mensch zu Mensch Unterschiede gibt.

Was tue ich bei Erkältungssymptomen?

Das RKI empfiehlt, bei auftretenden Erkältungssymptomen zunächst 5 - 7 Tage zu Hause zu bleiben und die Symptome zu beobachten. Dieses Vorgehen soll dem eigenen Körper in der Regeneration helfen und Andere davor schützen, das Immunsystem mit Erkältungsviren zu schwächen. Weitere Informationen zur Empfehlung sind auf den Seiten des RKI zusammengefasst.

Wann muss ich zum Arzt?

Wenn Sie krank sind und sich die Symptome nach zwei bis drei Tagen nicht bessern oder sie eine Krankschreibung benötigen, sollten Sie sich telefonisch bei Ihrem Hausarzt melden. Bedenken Sie bitte auch, dass Allergiker ebenfalls bereits unter Symptomen wie laufender Nase und bronchialen Beschwerden leiden! 

Melden Sie sich bitte telefonisch bei Ihrem Hausarzt bei akuten Atemwegserkrankungen, unabhängig davon, wie stark Ihre Symptome sind:

  • nach Kontakt zu bestätigtem COVID-19-Fall bis max. 14 Tage vor Erkrankungsbeginn
  • bei Tätigkeit in Pflege, Arztpraxis oder Krankenhaus;
  • bei Zugehörigkeit zu einer  Risikogruppe 

Symptome einer COVID-19-Erkrankung können sein:

Husten, Riech-und Geschmacksverlust, Abgeschlagenheit, Halskratzen und Fieber. Einige Betroffene leiden auch an Durchfall. 

Derzeit kontaktieren viele Bürgerinnen und Bürger ihre Hausärzte und das Gesundheitsamt, wenn sie Kontakt zu einer Kontaktperson und möglicherweise weiteren Kontaktpersonen zu einem bestätigten Verdachtsfall (also einem nachweislich am Coronavirus Erkrankten) hatten.

Je länger die indirekte Kontakt-Kette ist, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, mit dem Erreger in Berührung gekommen zu sein und damit das Ansteckungsrisiko. Wenn Sie keinen direkten Kontakt zu einem bestätigten Verdachtsfall hatten und symptomfrei sind, muss der Hausarzt deshalb nicht kontaktiert werden.

Direkte Kontaktpersonen werden vom Gesundheitsamt ermittelt und telefonisch befragt, dazu hier eine Grafik des RKI. Das Gesundheitsamt kann veranlassen, dass Sie getestet werden.

Wo bzw. wie erfahre ich mein Abstrich- Ergebnis?

Zuständig für eine Befundmitteilung ist der Arzt, der die Untersuchung beauftragt hat, in der Regel der Hausarzt.

Dem Gesundheitsamt liegen zu den aus den Laboratorien eingehenden Negativ-Befunden oftmals keine  weiteren Angaben über den Untersuchten vor. Zudem ist die Identität eines Anrufers nicht sicher zu definieren. Nicht zuletzt aus Datenschutzgründen nimmt das Gesundheitsamt daher keine Befunderöffnungen vor.

Eine Ausnahme hiervon stellt der Abstrich mit einem positiven Ergebnis dar. Gemäß dem gesetzlichen Auftrag muss das Gesundheitsamt Infektionsketten auffinden und, sofern möglich, umgehend unterbinden. Daher kann es sein, dass noch vor Befundmitteilung durch den Hausarzt bereits das Gesundheitsamt Kontakt zu Ihnen aufnimmt.

Wer sollte sich jetzt gegen die Grippe impfen lassen?

Die Grippe ist während der Corona-Pandemie für viele Menschen eine zusätzliche Gefahr. Das Kreisgesundheitsamt, das Robert-Koch-Institut und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung empfehlen deshalb Schwangeren, Menschen mit chronischen Erkrankungen, über 60-Jährigen und medizinischem Personal, sich gegen die Grippe impfen zu lassen. Mehr Infos zum Thema Grippeschutzimpfung stehen auf der Internetseite www.impfen-info.de.

Öffentliches Leben und Schutzmaßnahmen

Wo finde ich mehrsprachige und barrierefreie Infos?

Das Kommunale Integrationszentrum und der Behindertenbeauftragte des Kreises Soest haben  mehrsprachige Infoblätter und Links zusammengestellt. 

Was kann ich tun, um mich in der Öffentlichkeit vor Ansteckung zu schützen?

Neben der Kontakteinschränkung ist eine gute Händehygiene, das Einhalten von Husten- und Niesregeln und das Abstandhalten (mindestens 1,5 Meter) die wichtigsten und effektivsten Maßnahmen, um sich selbst und andere vor einer Ansteckung mit COVID-19 zu schützen.

Das RKI weist darauf hin, dass außerhalb des medizinischen und pflegerischen Bereiches eine Händedesinfektion in Situationen, wo die Hände auch gewaschen werden können, keinen Vorteil in Bezug auf die Inaktivierung von SARS-CoV-2 bietet.

Zusätzlich zum Abstand ist das Tragen eines Mund-Nasenschutzes (Alltagsmaske oder Schal) an vielen Orten / Gelegenheiten verpflichtend (siehe unter "Aktuelles").

Warum gilt eine Maskenpflicht im Schulbetrieb?

Den Schulunterricht bzw. Präsenzunterricht so lange und so weit wie möglich aufrecht zu erhalten, ist erklärter Konsens aller Beteiligten. Dazu ist neben dem regelmäßigen Lüften ebenfalls eine notwendige Vorsichtsmaßnahme, bei allen Begegnungen und in geschlossenen Räumen einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Insbesondere jüngere Kinder kommen im Spiel auf dem Schulhof gern näher zusammen, als es aufgrund der derzeitigen Lage angezeigt wäre. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes kann hier als verhältnismäßig angesehen werden, damit ein Spielen mit Gleichaltrigen weiter stattfinden kann. Kinder und Jugendliche sind für das Virus nicht besonders anfällig und können es dennoch tragen, auch ohne Symptome zu zeigen und es somit auch weitergeben. Um diese potentielle Infektionskette zu unterbrechen, ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes eine einfache und dennoch effektive Maßnahme.

Was bedeutet das Kontaktverbot für persönliche Begegnungen?

Derzeit dürfen sich Gruppen von höchstens zehn Personen aus maximal zwei unterschiedlichen Haushalten in der Öffentlichkeit treffen.

Das Ansteckungsrisiko steigt enorm, sind Menschen über einen längeren Zeitraum im direkten Kontakt. Darum gilt es, insbesondere ältere und/oder vorerkrankte Menschen zu schützen.

 Bitte denken Sie stets daran, dass das ausgesprochene Kontaktverbot - bei allen Einschränkungen, die damit verbunden sind - dazu dient, die Infektionskette zu unterbrechen und die Zahl der Erkrankungen gering zu halten. Dies kann nur funktionieren, wenn jede*r Einzelne mitmacht und sich an die Vorgaben hält.

Darf ich Familienangehörige oder Freunde zu Hause besuchen oder zu mir einladen? Was gilt in meinem Garten, meiner Wohnung?

Auf dem eigenen Grundstück oder in der eigenen Wohnung sind Zusammenkünfte nicht untersagt, jedoch gilt auch im privaten Bereich der Appell, soziale Kontakte soweit eben möglich zu reduzieren.

Wenn jemand auf Unterstützung im Alltag angewiesen ist, darf diese weiterhin geleistet werden. Sofern eben möglich, sind auch hier Mindestabstand und Hygieneregeln einzuhalten.

Bitte bedenken Sie, dass das Ansteckungsrisiko enorm steigt, sind Menschen über einen längeren Zeitraum im direkten Kontakt. Darum gilt es, insbesondere ältere und/oder vorerkrankte Menschen zu schützen.

Unter welchen Auflagen darf ich meine Angehörigen / Freunde in Krankenhäusern besuchen?

Besuche in den Kliniken im Kreis Soest unterliegen mit Blick auf die Erfahrungen seit der Öffnung unterschiedlichen Bedingungen:

Im Krankenhaus Maria Hilf Warstein dürfen ab sofort keine Besuche empfangen werden. Bei schwerstkranken Patienten und bei Patienten mit langen Krankenhausaufenthalten sind individuelle Sonderregelungen möglich. Diese Ausnahmen können mit dem zuständigen Stationsarzt telefonisch abgesprochen werden.

In den LWL-Kliniken Lippstadt und Warstein, im Evangelischen Krankenhaus Lippstadt, im Dreifaltigkeits-Hospital Lippstadt, im Hospital zum heiligen Geist Geseke und im Marien-Hospital Erwitte herrscht derzeit ebenfalls Besuchsverbot.

Das Klinikum Stadt Soest ebenfalls hat ein generelles Besuchsverbot verhängt. Ausnahmen gelten nach Absprache für die Geburtshilfe (Begleitung des Partners), die Kinderklinik (Begleitung des Kindes) sowie bei Besuchen von schwerstkranken Patienten.

Bei Ausnahme-Besuchen ist eine Selbstauskunft zu COVID-19-Risiken sowie ein Fiebercheck und eine Erfassung der Daten notwendig. Das Formular können Sie auf den Seiten des Klinikums vorab herunterladen und ausgefüllt mitbringen.

Auch das Marienkrankenhaus Soest und das Mariannen-Hospital Werl lassen Besuch nur dann zu, wenn es aus ethischen Gründen geboten ist. Eine telefonische Kontaktaufnahme ist Voraussetzung. Diese Regelung ist gültig bis Ende des Jahres.

Grundsätzlich gilt weiterhin der Appell, aus Gründen des Infektionsschutzes von Besuchen möglichst abzusehen.

Wo kann ich mich informieren, wenn ich Corona-bedingten Verdienstausfall habe?

Der LWL entschädigt in Fällen, in denen das Infektionsschutzgesetz greift sowie bei Verdienstausfällen im Zusammenhang mit einer durch die zuständige Behörde angeordneten Quarantäne. Der LWL entschädigt auch bei Verdienstausfällen, die durch ein behördlich angeordnetes Tätigkeitsverbot entstanden sind. Mittlerweile ist gesetzlich geregelt, dass auch für Verdienstausfälle, die durch die Betreuung von Kindern entstanden sind, entschädigt wird. Auch hierfür ist der LWL zuständig.

Welche Regelungen gelten im Freizeitbereich?

Alle folgenden Regelungen verstehen sich unter Einhaltung der gültigen Abstands- und Hygieneregeln!

  • Große Festveranstaltungen bleiben bis zum 31. Dezember 2020 untersagt; dazu zählen z. B. Volksfeste, Kirmesveranstaltungen, Stadt-, Dorf- und Straßenfeste, Schützenfeste oder Weinfeste, Musikfeste, Festivals und ähnliche Kulturveranstaltungen sowie Sportfeste und ähnliche Sportveranstaltungen.
  • Veranstaltungen und Versammlungen, die nicht unter besondere Regelungen der Coronaschutzverordnung fallen, sind derzeit untersagt.
  • Weiterhin unter jeweils im Einzelfall zu beachtenden Bedingungen erlaubt sind u.a.
    • Versammlungen nach dem Versammlungsgesetz (z. B. Demonstrationen)
    • Veranstaltungen, die der Grundversorgung der Bevölkerung, der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung oder der Daseinsfür- und -vorsorge dienen (z. B. auch Parteiversammlungen oder Blutspenden)
    • Sitzungen von rechtlich vorgesehenen Gremien, die nicht digital durchgeführt werden können
    • Beerdigungen
    • standesamtliche Trauungen

Auch hier ist die Möglichkeit der Rückverfolgung der Teilnehmenden verbindlich sicherzustellen. Zuwiderhandlungen werden mit Geldstrafen nach aktuell gültigem Corona-Bußgeldkatalog geahndet.

  • Gastronomische Betriebe jeglicher Art bleiben geschlossen; touristische Übernachtungen sind untersagt.
  • Swingerclubs und ähnliche Einrichtungen bleiben zunächst bis Montag, 30. November 2020 geschlossen; das Erbringen von sexuellen Dienstleistungen ist bis dahin ebenfalls untersagt.
  • Konzerte und Aufführungen in Theatern, Opern- und Konzerthäusern, Kinos und anderen öffentlichen oder privaten (Kultur-)Einrichtungen sowie der Betrieb von Museen, Kunstausstellungen, Galerien, Schlössern, Burgen, Gedenkstätten und ähnlichen Einrichtungen sind bis Montag, 30. November 2020 untersagt. Der zur Berufsausübung zählende Probebetrieb ist weiterhin erlaubt.
  • Sportangebote sowie Angebote der gruppenbezogenen Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit sowie der offenen Jugendarbeit einschließlich Tagesausflügen, Ferienfreizeiten, Stadtranderholungen und Ferienreisen für Kinder und Jugendliche dürfen derzeit nicht durchgeführt werden.

Welche Sport- und Erholungsmöglichkeiten dürfen genutzt werden?

Der Freizeit- und Amateursportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen, Fitnessstudios, Schwimmbädern und ähnlichen Einrichtungen ist bis Montag, 30. November 2020 untersagt. Ausgenommen ist der sog. Individualsport allein, zu zweit oder ausschließlich mit Personen des eigenen Hausstandes außerhalb geschlossener Räumlichkeiten von Sportanlagen.

Wie kann ich Andere als Spontanhelfer oder als Nachbarschaftshelfer unterstützen?

Viele Menschen melden sich bei der Kreisverwaltung und möchten jetzt anderen mit Einkäufen, Gassi gehen oder als Spontanhelfer mit besonderen beruflichen Qualifikationen (Pfleger, medizinisches Personal …) helfen. Die Kreisverwaltung nimmt Anfragen über zwei Formulare auf www.kreis-soest.de/ichwillhelfen entgegen und leitet die Hilfe dann weiter (siehe Pressemitteilung).

Verdachtsfälle

Wie verhalte ich mich nach Kontakt zu einem noch nicht bestätigten Verdachtsfall?

Bleiben Sie - soweit wie möglich - zu Hause und beschränken Sie  Kontakte außerhalb des Hauses auf das absolut notwendige Minimum bis das Testergebnis vorliegt.

Das Robert-Koch-Institut empfiehlt, verstärkt auf Hygiene zu achten, Abstand zu anderen Menschen einzuhalten  und regelmäßig zu lüften.

Wie verhalte ich mich, wenn ich Kontakt zu einem bestätigten Verdachtsfall hatte?

Falls Sie Kontakt zu einem nachweislich Infizierten hatten und noch nicht vom Kreisgesundheitsamt kontaktiert wurden, nehmen Sie bitte  telefonisch (!) Kontakt zu Ihrem Hausarzt auf. Bitte gehen Sie nicht direkt in die Praxis!

Weiterführende Infos für ...

Infektionen vorbeugen: Die 10 wichtigsten Hygienetipps

Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), http://www.infektionsschutz.de

Infoboxen zur Seite

Zuletzt aktualisiert am: 26.11.2020
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