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Vertragsnaturschutz

Der Vertragsnaturschutz dient dazu, ökologisch wertvolle Flächen naturschutzgerecht zu bewirtschaften. Gefördert werden Flächen, die bevorzugte Lebensräume für seltene oder in ihrem Bestand bedrohte Tiere und Pflanzen sind. Gleichzeitig soll die gewachsene Kulturlandschaft mit ihren vielfältigen Elementen und Nutzungsformen erhalten werden. Landwirte können Fördermittel aus dem Kreiskulturlandschaftsprogramm des Kreises beantragen. Ab 2023 erfolgt die Förderung auf der Grundlage einer neuen Richtlinie, die sich zurzeit in der Abstimmung mit der EU befindet.

Einsaatackerbrache in Geseke. Foto: Marko Kneisz/Kreis Soest
Einsaatackerbrache in Geseke. Foto: Marko Kneisz/Kreis Soest

Für folgende Bereiche können Fördermittel beantragt werden:

  • Naturschutzgerechte Nutzung von Äckern - zum Beispiel durch Ackerbrachen - zum Schutz von Ackerwildkräutern und zur Sicherung des Lebensraumes für Vogelarten des Offenlandes.
  • Naturschutzgerechte Bewirtschaftung von Grünland zum Erhalt von wertvollen Grünlandbiotopen. Für diese Maßnahme ist eine Förderkulisse festgelegt (siehe unter Links und Downloads).
  • Pflege und Ergänzung von Hecken (siehe Förderkulisse unter Links und Downloads)
  • Pflege und Ergänzung von Streuobstwiesen

Fördermittel

Foto: Marko Kneisz/Kreis Soest
Foto: Marko Kneisz/Kreis Soest

Die Vertragsdauer beträgt mindestens fünf Jahre. Abweichend davon werden in diesem Jahr zweijährige Verträge mit Landwirten abgeschlossen, die bereits Vertragsnehmer sind und einen in 2022 auslaufenden Vertrag haben. Vorab können bereits Informationen zu den Prämien eingesehen werden (siehe unter Links und Downloads). Die Auswahl der einzelnen Förderbausteine sollte in einem persönlichen Gespräch mit dem zuständigen Sachbearbeiter oder der zuständigen Sachbearbeiterin des Kreises Soest besprochen werden. Hier werden dann auch die finanziellen Fördermöglichkeiten besprochen

Ackerbrachen – Förderung und Feldversuch

Ackerbrachen bieten Tieren Rückzugsräume und Nahrung und sind deshalb wichtige Bestandteile des Vertragsnaturschutzes. Im Kreis Soest können Landwirte freiwillig und gegen eine Entschädigung Ackerbrachen anlegen und so den Naturschutz unterstützen. Hierfür stehen unter anderem zwei verschiedene vom Kreis geförderte Vertragsnaturschutzbausteine (siehe Datei Prämienübersicht unter "Links und Downloads") zur Verfügung: Ackerbrachen mit Einsaat und Ackerbrachen ohne Einsaat.

Zur Optimierung von Brachflächen hat der Kreis 2016 einen Feldversuch auf zwei verschiedenen Flächen angelegt. Auf den Flächen werden sechs Ansaatmischungen miteinander verglichen. Außerdem soll ermittelt werden, wie sich unterschiedliche Pflegemaßnahmen auf die Pflanzenbestände auswirken.

Zuwendungsvoraussetzungen

Zuwendungen erhalten können Landbewirtschafterinnen und Landbewirtschafter. Die Abwicklung der Anträge und der Auszahlung erfolgt über das System der Landwirtschaftskammer zur Prämienauszahlung. Die erste Prämie wird nach Ablauf des ersten Verpflichtungsjahres gezahlt.

Rechtsgrundlagen

  • Kulturlandschaftsprogramm des Kreises Soest
  • Diverse EU-Richtlinien
  • Landesnaturschutzgesetz Nordrhein-Westfalen
  • Rahmenrichtlinie Vertragsnaturschutz NRW
  • Verordnung EU 1305-2013 (ELER)

Ihre Ansprechpersonen

Bewilligungsverfahren und Ackerbrachen

Lena Loerbroks Anrufen: 02921 30-2544 lena.loerbroks@kreis-soest.de

Grundsätzliche Fragen und Auszahlungsverfahren

Hildegard Stahn Anrufen: 02921 30-2235 hildegard.stahn@kreis-soest.de
Zuletzt aktualisiert am: 19.05.2022
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