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Breitbandausbau – 3. Aufruf

Um einen gemeinsamen Förderantrag unter Federführung des Kreises Soest beim Bund stellen zu können, haben die 14 Kommunen und die Kreisverwaltung eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen. Der Antrag hat sich dann in einem komplexen Wettbewerbsverfahren im März 2017 durchgesetzt und in einer anschließenden europaweiten Ausschreibung wurde ein Betreiber gesucht, der die unterversorgten Gebiete im Kreis Soest mit schnellem Internet versorgt.

Den Zuschlag hat die Firma innogy TelNet GmbH im Juli 2018 erhalten. Das Unternehmen aus Essen setzt als Bauherr aktuell die zukunftssichere Glasfaser-Internetversorgung "Fiber to the Building" (FTTB), bis in jedes Haus, in den Fördergebieten um. Die Bauarbeiten und Informationsveranstaltungen laufen im gesamten Kreisgebiet auf Hochtouren und sind bis Ende 2020 abgeschlossen.

Ein weiterer Förderantrag zum 6. Call (Aufruf) des Bundes wurde im April 2019 durch den Bundesfördergeber vorläufig bewilligt.

Förderfähige Gebiete

Jede der folgenden Bedingungen muss erfüllt sein:

  • Gebiete mit einer aktuellen Versorgung von unter 30 Mbit/s im Download
  • Gebiete, in denen kein privatwirtschaftlicher Eigenausbau angekündigt ist
  • Gebiete, die nicht im Nahbereich der Hauptverteiler der Telekom liegen
  • Gebiete, die nicht in einer Einzellage liegen

Zur Klärung dieser Bedingungen gibt es ein vorgeschriebenes Verfahren, die sogenannte Markterkundung. Hier mussten die verschiedenen Telekommunikationsunternehmen Angaben zur bestehenden und zur geplanten Versorgung machen. Die notwendige kreisweite Markterkundung wurde 2016 durchgeführt und gebäudescharf ausgewertet. Leider konnten aufgrund der ländlichen Siedlungsstruktur und der damit verbundenen immensen Investitionskosten und der Förderobergrenze nicht alle förderfähigen Adressen in den Antrag mit aufgenommen werden.

Demnach gibt es im Kreisgebiet folgende förderfähige "weiße Flecken": 

Menge Beschreibung
6.462 Adressen in Einzelllage
761 Gewerbliche Adressen
7.223 gesamt

Der Antrag wurde gestellt und genehmigt und in einer anschließenden europaweiten Ausschreibung wurde ein Betreiber gesucht, der die unterversorgten Gebiete im Kreisgebiet mit zukunftssicherer Glasfaser versorgt. Den Zuschlag hat die Firma innogy TelNet bekommen.

Der Barwert aller Kosten dieser Fördermaßnahme liegt bei rund 40,7 Mio. Euro. Die geförderte Wirtschaftlichkeitslücke beträgt rund 20,6 Mio. Euro. Diese wird anteilig vom Bund (10,3 Mio. Euro), vom Land (9,4 Mio. Euro) und aus dem Eigenanteil der Kommunen (800.000 Euro) aufgebracht.

Glasfaser-Hausanschluss

Der Glasfaser-Hausanschluss wird bis zum Anschlusspunkt kostenlos ins Haus gelegt, wenn der Grundstückseigentümer sich bis etwa. ein Quartal vor Beginn der Bauphase (Stichtag kann unter www.innogy-highspeed.com/kreis-soest je Bauabschnitt eingesehen werden) für einen Glasfaser-Hausanschluss entscheidet. Einzige Voraussetzung für die Errichtung des Glasfaser-Hausanschluss ist die Zustimmung des Grundstückseigentümers (zum Formular von Innogy). Diese Zustimmung ist unabhängig von einer Produktbestellung. 

Bei späterer Entscheidung ist der Glasfaser-Hausanschluss kostenpflichtig, weil damit ein nachträglicher zusätzlicher Aufwand verbunden ist.

Für die Herstellung des Glasfaser-Hausanschlusses wird mittels Wanddurchführung das Glasfaserkabel in das Gebäudeinnere geführt und an den Abschlusspunkt Linie (APL) übergeben. Diese Durchführung durch die Gebäudewand wird im Anschluss wieder komplett abgedichtet und verschlossen. Der APL übergibt das Signal über ein weiteres Kabel an den optischen Netzwerkabschluss (ONT). Diese Komponenten sind im geförderten Hausanschluss enthalten und dem Hauseigentümer entstehen dadurch keine Kosten (frühzeitige Beauftragung, siehe oben). Das Signal des ONT wird mit einem einfachen LAN Kabel an das Hausnetz bzw. an den Router weitergegeben. Hier besteht natürlich eine freie Routerwahl. Foto: Innogy
Für die Herstellung des Glasfaser-Hausanschlusses wird mittels Wanddurchführung das Glasfaserkabel in das Gebäudeinnere geführt und an den Abschlusspunkt Linie (APL) übergeben. Diese Durchführung durch die Gebäudewand wird im Anschluss wieder komplett abgedichtet und verschlossen. Der APL übergibt das Signal über ein weiteres Kabel an den optischen Netzwerkabschluss (ONT). Diese Komponenten sind im geförderten Hausanschluss enthalten und dem Hauseigentümer entstehen dadurch keine Kosten (frühzeitige Beauftragung, siehe oben). Das Signal des ONT wird mit einem einfachen LAN Kabel an das Hausnetz bzw. an den Router weitergegeben. Hier besteht natürlich eine freie Routerwahl. Foto: Innogy

Glasfaser-Internetprodukt

Um den eingerichteten Glasfaser-Hausanschluss anschließend vollumfänglich nutzen zu können, muss ein Glasfaser-Internetprodukt bei einem Telekommunikationsunternehmen (TKU) aktiviert und abgeschlossen werden - dies kann die innogy TelNet GmbH sein, aber auch jedes andere TKU (siehe "Open Access - offener und diskriminierungsfreier Netzzugang). Aktuelle TK-Anbieter für Privat- und Gewerbekunden stehen am Ende dieser Seite unter "Ansprechpartner".

Wenn die Produktauswahl, beim gewählten TKU, bis etwa ein Quartal vor der geplanten Inbetriebnahme des Glasfaser-Hausanschluss (Stichtag kann unter www.innogy-highspeed.com/kreis-soest je Bauabschnitt eingesehen werden) erfolgt, übernimmt die innogy TelNet GmbH die Kosten für die Aktivierung. 

Bei späterer Entscheidung wird die Aktivierung kostenpflichtig, weil damit ein nachträglicher zusätzlicher Aufwand verbunden ist.

Open Access – offener und diskriminierungsfreier Netzzugang

Mittels eines europaweiten Breitband-Ausschreibungsverfahrens hat der Kreis Soest die innogy TelNet GmbH ausgewählt, ein Glasfasernetz in den förderfähigen Gebieten zu errichten. Dieses Glasfasernetz ist diskriminierungsfrei - das heißt, dass jeder Telekommunikationsanbieter, der auf dem Netz anbieten möchte, dies auch tun kann, wenn er mit der innogy TelNet GmbH die notwendigen vertraglichen und prozessualen Voraussetzungen dafür geschaffen hat. Diese Entscheidung trifft das jeweilige Telekommunikationsunternehmen und nicht der eigentliche Hausanschlussbesitzer. Der Fachbegriff dafür lautet "Open Access" und ist eine Bedingung bei staatlich geförderten Ausbauprojekten. Sofern diese Voraussetzungen gegeben sind, können die verschiedenen Anbieter ihre Glasfaser-Internetprodukte über dieses Netz vertreiben. Der Endkunde kann dann zwischen diesen Anbietern, die sich für dieses Glasfaser-Netz haben freischalten lassen, frei wählen.

Aktuelle Anbieter für Privat- und Gewerbekunden stehen am Ende dieser Seite unter "Ansprechpartner".

Erklärvideo: Wie wird die Glasfaser verlegt

Etwa 90 Prozent der Glasfaser-Hausanschlüsse werden mit dem sogenannten Erdverdrängungsverfahren hergestellt. Dabei werden lediglich zwei kleine Löcher benötigt – eins an der Straße und eins direkt am Gebäude. Durch das Loch an der Straße wird anschließend mit einer „Erdrakete“ ein Schacht bis zum Loch am Haus gebohrt. Beete und gepflasterte Wege bleiben dabei erhalten und werden nicht beschädigt. Anschließend wird am Haus (im Keller oder im Erdgeschoss) ein Loch gebohrt, durch das ein Glasfaserkabel ins Gebäude gelegt werden kann. Zum Schluss wird das Loch ordnungsgemäß verdichtet und die Löcher an der Straße und am Haus wieder verschlossen. Nur wenn das Erdverdrängungsverfahren wegen Hindernissen im Weg (z.B. Fremdleitungen) nicht möglich ist, muss in offener Bauweise gearbeitet werden. Dies stellt jedoch eine Ausnahme dar und ist nicht der „Normalfall“.

Ansprechpartner

Info-Veranstaltungen
In Absprache mit Ihrer Kommune wird die innogy TelNet GmbH Informationsveranstaltungen vor dem Ausbau organisieren und durchführen. Detaillierte Informationen erhalten Sie durch "Klick" auf ein Fördergebiet in unserem Kartendienst.
Grundstückseigentümererklärung/
Glasfaser-Hausanschluss
Christian Roettger
Projektleiter, Westnetz
02931 84-2287
christian.roettger@westnetz.de
Anbieter von Glasfaser-Internetprodukten

Sobald neue Anbieter auf das Netz kommen, wird die Liste hier vervollständigt.

Bundesförderung

Christoph Hellmann
Breitbandkoordinator
christoph.hellmann@kreis-soest.de
02921 30-3494

Christine Dietscheidt
Sachbearbeiterin
christine.dietscheidt@kreis-soest.de
02921 30-3820 

Infoboxen zur Seite

Zuletzt aktualisiert am: 26.11.2019
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